Wer wird Wengerdär? Vielen Dank für die rege Teilnahme!

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Ich weiß, als ich ein Kind noch war,
es ist schon viele Jahre her,
da wollt´ ich werden, völlig klar
dereinst ein echter Millionär!

 

Ein Millionär, der konnte leben,
wie es ihm in den Sinn grad kam,
er konnt´ sich jeden Luxus geben,
und Geld verprassen ohne Scham.

 Konnt´ fliegen um die halbe Welt
und Kaviar löffeln ohne Ende,
ihn zwickte nie die Angst ums Geld,
spendabel waren seine Hände,

 er konnte jede Frau rumkriegen,
dinieren mit Brigitte Bardot,
bis abends faul im Bett rumliegen,
mit einer Flasche Veuve-Clicquot.

 Auf seiner Yacht in Saint-Tropez,
war Party bis zum frühen Morgen,
High Heels, und tiefe Decolletees,
ein Leben ohne Not und Sorgen.

 Doch ach, der Zahn der Inflation,
nagt an des Millionärs Dukaten,
die Mille –  ist heut Mindestlohn,
drum liebe Freunde lasst Euch raten:

Auch wenn es vielleicht scheint recht schwer –
werdet doch einfach Milliardär!

Der Milliardär kann wirklich leben,
frei, heiter und kommod,
kann unbeschwert sein Geld ausgeben,
und kennt wahrhaftig – keine Not.

Er fährt nicht selbst, lässt sich chauffieren,
genießt in Ruhe seine Macht,
lässt sich von Lässigkeit umzieren
und freut sich dass das Glück ihm lacht. 

Im edlen Club der Superreichen,
mit Oetker, Albrecht, Klatten, Quandt,
stellt still und leise er die Weichen,
und dirigieret unser Land.

 Er lebet unter Seinesgleichen
protzt nicht mit Luxus, Prunk und Schein,
kennt alle Mächtigen und Reichen,
und liebt es, sehr diskret zu sein.

Doch kann er wirklich glücklich leben
In Angst und Sorg um sein Depot?
Was soll das ganze eitle Streben,
Macht es ihn wirklich frei und froh?

Tagaus, tagein die Kurse checken,
und suchen nach der Strategie,
entscheiden, planen, Claims abstecken,
mal ehrlich – Ruhe hat der nie.

Drum pfeif ich auf den Milliardär –
Und bin viel lieber Wengerdär!

Wo König Eric klug regieret
und milde Spargel üppig sprießen
wo grüner Wald die Hügel zieret
kann man sein Lebensglück genießen.

Es grünen Auen, leuchten Wiesen
tief in der Sonne Sommerglut,
wer hier lebt, den kann nichts verdrießen,
der Wengerdär hat´s einfach gut.

 Man lebt im Schatten zweier Türme,
die friedlich beieinanderstehn,
so übersteht man Not und Stürme,
auch wenn sie noch so kräftig wehn.

Drum rat ich Euch, folgt meine Rufe,
und werdet auch ein Wengerdär,
erklimmt die höchste Daseinsstufe,
es ist wahrhaftig nicht so schwer.

Wie man das schafft – ich will´s Euch sagen,
es kann nichts Schlimmes Euch gescheh´n
stellt Euch den fünfundzwanzig Fragen,
sie sind nicht schwer – Ihr werdet sehn.

Greift nun zu Euren Schreibgeräten,
kreuzt jede Antwort richtig an,
los, los, wir woll´n uns nicht verspäten,
ein jeder zeige was er kann.